Das Ansehen der Organisationen im Sozial- und Gesundheitswesen hat sich verbessert – die breite Öffentlichkeit schätzt vor allem den Blutspendedienst
Reputation&Trust jährlichen Reputation&Trust im Sozial- und Gesundheitswesen wurden die Eindrücke und Meinungen der Bürger zu den Akteuren des Sozial- und Gesundheitswesens untersucht. Vor allem Organisationen schnitten dabei besonders gut ab. Die besten Bewertungen der gesamten Studie erhielt der Blutspendedienst des Finnischen Roten Kreuzes, unter den privaten Arztzentren wurde das Lääkärikeskus Aava als bestes bewertet.
Im Gegensatz zum negativen Tenor der öffentlichen Debatte im Sozial- und Gesundheitswesen fielen die Ergebnisse der nun durchgeführten Studie positiver aus als zuvor. Bei bis zu 80 Prozent der untersuchten Organisationen stieg das Ansehen im Vergleich zur vorherigen Erhebungsrunde.
„Das Ansehen der Organisationen im Sozial- und Gesundheitswesen hat sich im Laufe des Jahres stark verändert. Auch wenn das Image der gesamten Branche nach wie vor von den Organisationen mit dem schlechtesten Ruf geprägt ist, hat sich das tatsächliche Ansehen einzelner Akteure deutlich verbessert“, erklärt Riku Ruokolahti, Entwicklungsleiter bei T-Media.
Von den untersuchten Organisationen wurde der Blutspendedienst des Finnischen Roten Kreuzes von der breiten Öffentlichkeit als die beste bewertet; er erhielt von den Bürgern eine Reputationsbewertung von 3,89 auf einer Skala von eins bis fünf. Den zweiten Platz belegte MIELI Suomen Mielenterveys Ry mit einer Bewertung von 3,84, und den dritten Platz teilten sich die Finnische Diabetesgesellschaft und der Mannerheim-Kinderschutzverband mit jeweils 3,79 Punkten. Unter den privaten Arztpraxen erhielt das Lääkärikeskus Aava mit 3,58 die beste Bewertung. Die schwächste Bewertung (1,87) in der Studie erhielt Esperi Care, das jedoch im Einklang mit den anderen seine Ergebnisse ebenfalls verbessern konnte.
„Finnische Identität und Familienunternehmertum sind in allen Bereichen vertrauensbildende Faktoren. Wir verfügen über ein starkes Wertesystem und möchten in unserer Tätigkeit gegenüber allen Interessengruppen Offenheit und Transparenz walten lassen. Es ist erfreulich zu sehen, dass wir Reputation&Trust gut abschneiden, aber es gibt auch noch Verbesserungspotenzial“, kommentiert Raija Tapio, Geschäftsführerin des Ärztezentrums Aava, das gute Ergebnis.
Die Bedeutung von Offenheit und Transparenz wird noch stärker betont
Die Studie zeigt zudem, dass Offenheit und Transparenz in der Arbeit von Organisationen im Sozial- und Gesundheitswesen zu immer wichtigeren Faktoren geworden sind, um Vertrauen aufzubauen und das wohlwollende Verhalten der Interessengruppen zu fördern. Den größten Einfluss auf die positive Einstellung hat jedoch nach wie vor das Preis-Leistungs-Verhältnis der von der Organisation erbrachten Dienstleistungen.
„Der Ruf ist für alle Akteure im Sozial- und Gesundheitswesen ein äußerst wichtiges Kapital, das aktiv und zielstrebig aufgebaut werden muss. Die Reputationsarbeit erfordert insbesondere eine offene und aktive Kommunikation, und den Ruf kann man nicht einfach für sich beanspruchen. Sie wird in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern, anderen Interessengruppen und der umgebenden Gesellschaft aufgebaut“, fasst Olli Holmström, Geschäftsführer der Diakonissalaitos, zusammen. Holmström hielt eine Rede anlässlich der Veröffentlichung der Ergebnisse.
Die Datenerhebung für die Reputationsstudie im Sozial- und Gesundheitswesen erfolgte vom 23. März bis zum 5. April 2020 mittels eines elektronischen Fragebogens. Die Organisationen wurden Reputation&Trust von T-Media bewertet, bei dem sich der Reputationswert einer Organisation aus dem Durchschnittswert von acht verschiedenen Teilbereichen zusammensetzt: Unternehmensführung, Finanzen, Management, Innovationskraft, Interaktion, Produkte & Dienstleistungen, Arbeitsplatz und Verantwortung. An der Studie nahmen 3.498 Finnen teil.
Die Ergebnisse wurden mit der entsprechenden Reputationsstudie des Vorjahres verglichen, an der im Frühjahr 2019 insgesamt 4.195 Finnen teilnahmen. In beiden Studien bildeten 15- bis 65-jährige Finnen landesweit (mit Ausnahme der Ålandinseln) die Zielgruppe. Die Stichproben wurden nach Geschlecht, Alter und Wohnort gewichtet, um die Bevölkerung repräsentativ abzubilden.
Weitere Informationen:
Riku Ruokolahti, Leiter der Entwicklungsabteilung
riku.ruokolahti@reptrust-staging.fi-p.seravo.com, 0400 512 200
Harri Leinikka, Geschäftsführer
harri.leinikka@reptrust-staging.fi-p.seravo.com, 040 505 5001
[Auf dem Bild: Olli Holmström, Diakonissenwerk]
